14.12.2023
Verein AAL Austria, Institut Integriert Studieren und Medizintechnik-Cluster luden zur Praxiskonferenz AAL meets Digital.Health an die JKU Linz.
Zu einer eintägigen Praxiskonferenz trafen sich am 12. Dezember 2023 mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Forschung an der Linzer Johannes Kepler Universität. Im Zentrum standen dabei der Austausch und die Vernetzung. Aber auch zahlreiche Praxisbeispiele wurden präsentiert und machten die Konferenz zur österreichweiten Leistungsschau der AAL-Technologien.
Die Kooperation zwischen den verschiedenen Akteuren wie Medizintechnik-Cluster, Verein AAL, JKU, Land Oberösterreich funktioniert vorbildlich. Die braucht es auch, um innovative Technologien in die Umsetzung zu bringen und so unter anderem die Herausforderungen in der Pflege zu meistern – Stichwort alternde Gesellschaft und Fachkräftemangel. Ich bin überzeugt, Oberösterreich hat die besten Voraussetzungen, um die Chancen des digitalen Fortschritts zu Unterstützung unserer Mitarbeiter:innen voranzutreiben“, betonte Oberösterreichs Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer bei seiner Begrüßung.
Welche Innovationen und aktuelle Entwicklungen es gibt, wurde im Ausstellerbereich deutlich: 16 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten zeigten ihre Beispiele und Lösungen: Von IoT-Lösungen über KI-Software, Medizinprodukte bis zum Tischler mit Spezialisierung auf barrierefreie Einrichtungen. Zum Ausprobieren standen unter anderem aus dem EU-geförderten Projekt VReduMED VR-Applikationen bereit.
Auch auf der Bühne folgten zahlreiche Vorträge: Klaus Höckner (Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen) berichtete über sein Engagement für Barrierefreiheit im Web und gab einen Ausblick auf den 2025 in Kraft tretenden European Accessibility Act.
Katja Österreicher (Vinzenz Gruppe) stellte „Hallo Gesundheit“ vor, einen digitalen Assistenten für Termine, Befunde und Sprechstunden, der im Netzwerk der Vinzenz-Gruppe genutzt werden kann. Entwickelt wurde er gemeinsam mit Siemens Healthineers.
Weitere Themen waren Digitale Gesundheitsanwendungen, Medizinische Daten und Ethik.
Welche Fördermöglichkeiten es auf Landes- und Bundesseite momentan gibt, erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Förder-Pitches. Vorgestellt wurden dabei der Pflegetechnologiefonds des Landes Oberösterreich, Förderungen der Austria Wirtschaftsservices und von Life Science Austria sowie die Europäische Partnerschaft THCS („Transforming Healthcare Systems“). Diese kofinanzierte Initiative im Rahmen von Horizon Europe soll mit Hilfe von Forschung, Entwicklung und Innovation zur Transformation von Gesundheits- und Pflegesystemen beitragen.
Das Resümee von MTC-Managerin Frauke Wurmböck über die erstmals in dieser Form abgehaltene Veranstaltung ist positiv: „Dieses Format hat gezeigt, dass die Vernetzung von Sozialbereich und Wirtschaft einen enormen Mehrwert bietet.“
Förderhinweis:
Die Veranstaltung wird unter anderem aus Mitteln des aws Programms LISA – Internationales Standortmarketing unterstützt.